Bergtour auf den Schrankogel (3.497m)

Bergtour auf den Schrankogel (3.497m)
22/10/2019 MountainPleasure
In Bergtouren

Schrankogel (3.497m) Der zweithöchste Gipfel der Stubaier Alpen

Berg: Schrankogel (3.497m)
Länge: 22km
Höhenmeter: 2.000m
Ausrüstung: festes Schuhwerk, Wasser + Verpflegung (oder Zwischenstopp auf der Amberger Hütte)

Der Schrankogel (3.497m) ist der zweithöchste Berg in den Stubaier Alpen nach dem Zuckerhütl (3.507m). Er liegt am Ende des Sulztals bei Längenfeld gemeinsam mit anderen markanten Bergen wie der Wilde Leck, Hinterer Daunkopf und der vordere Sulzkogel. Laut offiziellen Aufzeichnungen wurde er 1840 von Pfarrer Schöpf Erstbestiegen.

Der Startpunkt ist über Längenfeld erreichbar. Hier öffnet sich das Ötztal und ein östlicher Seitenarm – das Sulztal – beginnt. Nach dem Ort Gries im Sulztal am Ende der befahrbaren Straßen befindet sich der Parkplatz.
Zuerst geht es ca. 6km und 550 Höhenmeter lang auf einen Forstweg durch das Sulztal. Mit jedem Meter kommt man tiefer ins Tal und entfernt sich von der Zivilisation. Einerseits gibt es das klemmende Gefühl zwischen den den hohen Bergmassive links und rechts des Weges eingesperrt zu sein, andererseits fühlt man sich zu 100% fern jeglicher Zivilisation hier. Links und rechts erheben sich hohe Berge wie Geislehnkogel (3.216m) und Bachleitenspitze (2.726m).

Sobald wir den Talweg unterhalb des vorderen Sulzukogels passieren kommen wir bei der Amberger Hütte an und der Blick auf ein riesiges offenes Tal wird frei . Unglaublich wenn wir uns vorstellen, dass im Jahre 2004 hier ein Kraftwerk durch die TIWAG geplant war! Stattdessen trifft man jetzt hier je nach Jahreszeit auf mehr oder weniger Weidevieh an das in der Hochebene verweilt und mit ihrem Glockengebimmel die Höhen der Berge mit ihrer eigene Melodie erfüllt. Spätestens jetzt sind die Beine warmgegangen und die richtige Tour abseits jener Forststraßen beginnt. Über romantische kleine Pfade mit Weitblick über das Tal und mehrere Gletscher sowie das Ziel auf der rechten Seite, geht es einige Zeit bergauf. Wir verlieren uns in unseren Gesprächen, Blicken in die Umgebung und fühlen uns angekommen in der Bergwelt.

Nach weiteren 3,5km und 700 Höhenmeter erreichen wir unseren Zwischenstop Hohes Egg für eine kleine Mahlzeit und letzte Pause um noch einmal Kraft zu tanken für die letzten Meter. Hier auf 2.820 Meter wartet noch kein Gipfelkreuz aber dafür ein Steinmännchen. Dabei führen wir unsere eigene Tradition fort und beglücken es mit einem weiterem Stein obenauf! Schnell noch ein paar Fotos machen von uns, der Umgebung sowie den Gletschern Bockkogel und Sulztalferner und weiter gehts auf die steinige Piste. In Serpentinen schlängelt sich der Pfad steil auf Schotterwegen hoch bis sich der Weg auflöst. Die letzten ca. 200 Höhenmeter sind als leichte Kletterei über große Steine zu bewältigen. Die Route ist dabei gut markiert. Bei uns war der gesamte Weg Schneefrei – lediglich die letzen Meter zum Gipfelkreuz waren noch mit Schnee bedeckt.

Und hier ist es, das Ende unserer Tour – das Gipfelkreuz. Angekommen auf 3.497 m überblicken wir hier so gut wie alle umliegenden Gipfel. Einige davon kennen wir schon und viele mehr stehen noch auf unserer Liste! 🙂

Den Rückweg kann auch über die leichtere Route über den Ostgrat begangen werden aber wir entscheiden uns dazu über die selbe Kletterei hinab zu begeben. Unser nächstes Ziel ist die Amberger Hütte – nach dieser Tour und den vielen Eindrücken haben wir uns wohl eine Kaspressknödelsuppe verdient! Und eines Wollen wir hier an dieser Stelle noch festhalten! Die Amberger Hütte hat top Gerichte – sehr liebevoll angerichtet und die Köchin persönlich ist an unseren Tisch gekommen und um sich zu erkundigen ob denn alles mundet.
Nach dem Schmaus ging es die letzten Kilometer zurück zum Auto und mit vielen Eindrücken und schönen gemeinsamen Erinnerungen nachhause!
Bis zum nächsten Mal liebes Sulztal!

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